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14.09.2019 |  

„Orwerer Omend“ und Tag der offenen Tür im Bürgerhauses Winzerkeller Urbar

Nach dem überaus gelungenen Festakt zur Einweihung des Bürgerhauses Winzerkeller nahmen die Urbarer Samstagabends die vor 20 Jahren wiedererlangte Selbständigkeit zum Anlass für einen „Orwerer Omend“ der Extraklasse. Schon weit vor der offiziellen Einlasszeit füllte sich die festlich geschmückte Halle und es mussten zusätzliche Tische und Stühle bereitgestellt werden. Thomas Stein und Ortsbürgermeister Heinz Link gaben einen kurzen Rückblick auf die jahrelangen, letztlich erfolgreichen Bemühungen zur Realisierung des Bürgerhauses. Hans-Dieter Clemens überraschte die Feiernden mit der Spende einer neuen Maria-Ruh-Fahne in  Originalfarben und einer beachtlichen Größe von 5 x 1,20 Metern. Nach dem gemeinsam gesungenen Urbarer Heimatlied; bei dem wohl die Fischerchöre vor Neid erblasst wären, begann ein wahres Feuerwerk an Kokolores und Klamauk. Die Akteure von „Hare“ und „Kadaldera“ sorgten mit einer Performance aus lockerer Moderation, Sketchen, Video- und Bildeinspielungen für ausgelassene Heiterkeit. Dass die Urbarer auch „Platt schwätze könne“ überraschte nicht wirklich. Für eine echte Überraschung sorgten dagegen die jungen Frauen und Männer der Kerwejahrgänge aus den vergangenen 20 Jahren, die mit ihren bestens erhaltenen Originalfahnen die Bühne stürmten. Auch „Knottersack Schorsch“ konnte die Stimmung nicht trüben und so feierten die Urbarer feuchtfröhlich noch weit in die Nacht in ihrer „guten Stube“. Das an dem Abend gezeigte Video zu den Ereignissen im Jahr 1999, dem Jahr der wiedererlangten Selbständigkeit, finden Sie hier. Das Video mit Bildern von der Orwerer Kerb hier. Und Bilder vom Abriss des alten Winzerkellers hier

Auch sonntags, am Tag der offenen Tür, waren freie Sitzplätze Mangelware. Ein leckerer Mittagstisch, Kaffee und feinste Kuchen lockten erneut viele Einheimische und Gäste in das neue Bürgerhaus. Für spannende Unterhaltung sorgte bei den Kleinsten mit Kamishibai ein japanisches Erzähltheater. Ballonkünstler und Zauberer Joachim Lauer verblüffte mit seinen kreativen Modellen sogar die Erwachsenen. Während die Baumpflanzaktion buchstäblich ins Wasser fiel, sorgte der Musikverein auf der Bühne für abwechslungsreiche Unterhaltung. Die Jugendfeuerwehr aus Urbar, Niederburg und Damscheid (UND) zeigte bei einer Show-Übung schon erstaunlich professionell, dass Gemeinsamkeit und Kameradschaft eine der Stärken der Freiwilligen Wehr darstellen. In gemütlicher Runde und bei guten Gesprächen an der Theke fand das harmonische Fest einen gelungenen Abschluss.

Die umfangreichen Eigenleistungen vieler Helferinnen und Helfer beim Abriss der alten Winzerhalle unter Trennung der wiederverwertbaren Materialien (z.B. Konstruktionshölzer, Bruchsteine, Naturschiefer), die Erstellung der Bühnenrückwand, die Gestaltung der Außenanlagen, die Installation der Bühnen- und Medientechnik, Internet, WLAN, die Beschaffung der Kücheneinrichtung und vieles mehr haben der Ortsgemeinde und damit der Allgemeinheit enorme Kosten erspart.

Die unglaublich tolle Zusammenarbeit aller Vereine und Gruppen bei der Vorbereitung in den fünf Gruppen des Festausschusses hat gezeigt, welches Potential in unserer Dorfgemeinschaft steckt. Das hat sich fortgesetzt mit einer großen musikalischen und gesanglichen Vielfalt während des Festaktes am Samstag, die auch den zahlreichen Gästen nicht verborgen blieb. Viele engagierte Helferinnen und Helfer am Festwochenende und bei den anschließenden Aufräumarbeiten machen Mut für die Zukunft. Das alles beweist deutlich, dass trotz einiger Bedenkenträger, der mit der Realisierung eines Gemeinschaftshauses eingeschlagene Weg richtig war.

Heinz Link, Ortsbürgermeister

Bildergalerien vom Tag der offenen Tür, dem Orwerer Omend und dem Festakt finden Sie hier.

Bilder: Thomas Rüdesheim