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11.11.2018 | Urbar

Furioser „Orwerer Omend“ in vollbesetztem Winzerhaus.


„Dòh bischde Platt…“. Das war nicht nur das Motto des ersten Orwerer Omends , sondern auch die Reaktion der beiden Veranstalter, des „KVK“ und der Theatergruppe „Die Hare“, als sie fast 200 Besucher in einem brechend vollen Winzerhaus-Saal begrüßen durften.

Das Konzept, das die Organisatoren sich hatten einfallen lassen, ging dabei voll auf. Bei dem knapp 3-stündigen, kurzweiligen Programm wechselten sich Theater, Vorträge und Foto-Sequenzen ab und  die Aktiven auf der Bühnen nahmen das Publikum mit auf eine Zeitreise ins Urbar vor 50 Jahren, rund ums Jahr 1968.

Das weckte nicht nur viele Erinnerungen bei den älteren Semestern, es gab auch so manches Wiedersehen mit „alten Bekannten“ auf den vielen Fotos, die Tom Muders zusammengestellt hatte.
Darüber hinaus wussten so illustre Gestalten wie der „Gemeindediener“  oder der „Ousscheller“ (Jörg Oppermann) so manch vergessene Episode wieder zum Leben zu erwecken. Ob es nun dabei um die Feinheiten der „Orwerer Spitznòme“ oder den längst vergessenen „Eierkrieg am Backes“ ging  – das Publikum hatte einen Heidenspaß.

„Die Hare“, die das selbst geschriebene Theaterstück „Mer hòn kane Dialekt…“ aufführten, wurden ebenfalls nicht ohne den verdienten, dankbaren Applaus von der Bühne gelassen ( Tom und Christiane Theis, Kim Muders, Margit Busch).     

Der „Karnevalsverein Kadaldera“ ( Johannes Clemens und Joel Walderbach) reihte sich ins Programm ein mit einem tollen Vortrag, geschrieben von Jürgen Kind, der die Herkunft der Urbarer Hausnamen auf spitzfindige und humorvolle Weise erläuterte.

Zwischen all diesen Programmpunkten wussten die beiden Moderatoren „Anne Schuschder“ (Anne Gemünden) und „Andemurischs Fränkie“ (Frank Plenz) mit spritzigen Dialogen und einer gehörigen Portion Orwerer Platt immer wieder Glanzlichter zu setzen. Und natürlich funktioniert eine solche Veranstaltung auch nicht ohne die fleißigen Helfer hinter der Bühne: Frank Bachmann und Adi Katter waren für die Technik zuständig und Alex Oppermann sorgte für die passende Maske.

Zum Schluss gab´s vom Publikum einen verdienten, tosenden Applaus und die Aufforderung, ähnliche Veranstaltungen auch zukünftig wieder anzubieten.   

Obwohl der Eintritt zur Veranstaltung frei war, befand sich die stolze Summe von über 750,00 € in der „Äbbelbresch“, die als Klingelbeutel die Runde machte. Dòh bischde doch Platt. Diesen Betrag werden die Veranstalter auf jeden Fall im demnächst neuen „Urbarer Bürgerhaus Winzerkeller“ investieren, um auch dort zukünftig schöne und gesellige „Orwerer Omende“ zu feiern.

Ein paar Bilder (von Tom Muders und Thomas Rüdesheim) vom "Omend" finden sich in der Bildgalerie.


Bildgalerie