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Urbar

St. Antonius Kirche

Einer Urkunde des Trierer Erzbischofs Balduin von Luxemburg aus dem Jahre 1336 zufolge haben die Einwohner Urbars im Einvernehmen mit Dekan und Kapitel des Martinsstifts eine Kapelle errichtet. Das Recht auf Gottesdienste bestand – bis auf wenige Ausnahmen – für alle Sonn- und Feiertage. Wann die Kapelle allerdings erbaut wurde, ist nicht bekannt, auch nicht ihr Patron. Erstmals wird 1647 der hl. Mönchsvater Antonius als Urbarer Kirchenpatron erwähnt.

 

Hinsichtlich des früheren Kirchenschiffes bleibt z. B. die Frage offen, ob im 15. Jh. vor die im Jahre 1336 erwähnte Kapelle der Turm gesetzt wurde, man die Kapelle erweiterte oder eine neue Kirche baute. Bei dem 1956 niedergelegten Kirchenschiff handelte es sich um einen auf dem Hunsrück verbreiteten barocken Landkirchentyp. Es gibt Anhaltspunkte dafür, dass bei
seiner Errichtung im 18. Jh. mittelalterliche Bausubstanz der Vorgängerkirche mit einbezogen worden war.

 

Nachdem das barocke Kirchenschiff zu klein geworden war, wurde es 1956/57 durch ein neues Langhaus nach Plänen von Hans Geimer, Bitburg, ersetzt. Die Einweihung der neuen Kirche fand am 6. Oktober 1957 statt.

 

Im Jahre 1968 wurde der bereits erwähnte Barockaltar restauriert und fand als Sakramentsaltar zur Aufbewahrung und Verehrung des Allerheiligsten in der neuen Kirche wieder seinen Platz. Eine erneute Restaurierung war 2010 erforderlich. Auf der Rückseite der Nische, in der die Madonnenstatue steht, ist eine tief eingestemmte Inschrift erkennbar: “HER / IOHANNES GEBORS / WENDEL . MVDERS / SENDSCHEFFEN / 1715”. Es ist zu vermuten, dass Pastor Johannes Gebührs (IOHANNES GEBORS ist wohl eine mundartliche Variante) und die Sendschöffen Wendel und Muders den Altaraufsatz (Retabel) stifteten. Der Altartisch, die Mensa, mit einem von C-Schwungformen und Rocailles gerahmten Antependium verziert, ist jüngeren Datums.

 

1970 erhielt die Kirche eine neue Orgel. Innenrenovierungen der Kirche erfolgten 1972 und 1999. Der Kirchturm wurde 1977 saniert und erhielt einen neuen Anstrich. In den Jahren 2005/2006 war eine Außenrenovierung der Kirche erforderlich. Der Turm erhielt komplett einen neuen Verputz und – wie das Kirchenschiff – einen neuen Anstrich.

 

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