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7.09.2017 | Urbar

Entscheidung zur Hängeseilbrücke

Der Ortsgemeinderat Urbar beschloss in seiner letzten Ratssitzung von einer Weiterverfolgung der Hängeseilbrücke in der vorgesehenen Form zwischen dem Loreleyplateau und Maria-Ruh Abstand zu nehmen.

Hintergrund war das Interesse eines Investors aus Hohentengen ein solches Projekt zwischen dem Loreleyplateau und dem Aussichtspunkt Maria-Ruh umzusetzen. In der Ratssitzung vom 30.11.2016 beauftragte der Ortsgemeinderat den Bürgermeister und die Verwaltung ein derartiges Projekt durch ein Fachgremium auf Welterbeverträglichkeit prüfen zu lassen. Am 27.04.2017 fand hierzu mit Vertretern des Deutschen-Nationalkomitee ICOMOS (Berater-Organisation der UNESCO), Vertretern des rheinland-pfälzischen Innenministeriums, der Landesburgen- und Denkmalvereinigungen, des Welterbes Oberes Mittelrheintales, der Verbandsgemeinde St.Goar-Oberwesel, der Ortsgemeinde Urbar sowie dem Investor, der Firma Eberhardt Bewehrungsbau GmbH, eine Besprechung und eine Ortsbesichtigung statt. Die Einschätzung des Deutschen-Nationalkomitee ICOMOS wurde der Verwaltung und der Ortsgemeinde Urbar mit Schreiben vom 17.07.2017 mitgeteilt. Das Deutsche-Nationalkomitee ICOMOS stellt hierbei klar den Welterbecharakter des Oberen Mittelrheintales heraus und regt dringend an, von der Weiterverfolgung des Projekts Abstand zu nehmen.

In der Ratssitzung kam dabei klar zum Ausdruck, dass die Gemeinde den Welterbestatus nicht über die Köpfe der am Welterbe beteiligten Städte und Gemeinden hinweg aufs Spiel setzen wird.

Thomas Stein, Ortsbürgermeister