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21.04.2017 | Urbar

Berufsfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehr Urbar, Niederburg, Damscheid

Jugendfeuerwehr UND erlebt den Alltag einer Berufsfeuerwehr für 24h.

Am Samstag, 08.04. war es soweit: Um 11:00 Uhr trafen sich die Jugendlichen der Jugendfeuerwehr UND (Urbar, Niederburg, Damscheid) im Feuerwehrgerätehaus in Damscheid, um in den lang erwarteten Berufsfeuerwehrtag zu starten. Ein Berufsfeuerwehrtag soll den Alltag einer Berufsfeuerwehr 24 Stunden lang darstellen- Dabei erlebt die Jugendfeuerwehr viel Interessantes aus dem Alltag eines hauptamtlichen Feuerwehrmannes: Neben Unterricht, Gerätepflege, Küchen- und Putzdienst standen natürlich auch plötzliche – für die Jugendliche nicht bekannte – "Einsätze" auf dem Programm.

Nachdem die Jugendfeuerwehrwarte Yannik Muders (Urbar), Jonas Rüdesheim (Niederburg) und Patrick Muders (Damscheid) die Regeln erklärt und den Ablauf vorgestellt haben, ging es an die erste Unterrichtseinheit: Ausbildung-BOS-Sprechfunk. Anschließend folgte ein Theorieunterricht zum Thema „Die Einheiten im Lösch- und Hilfeleistungseinsatz und Tragbare Leitern“.

Noch während der Theorieeinheit kam es zum ersten Einsatz: „Mülleimerbrand Niederburger-Platz, Damscheid“. Dieses Szenario konnte von den Jugendfeuerwehrmitgliedern mittels Kübelspritze schnell unter Kontrolle gebracht werden. Jedoch ließ der nächste Einsatz nicht lange auf sich warten: Nach einer kurzen Einsatznachbereitung im Geräthaus kam es bereits zum Folgeeinsatz: „Ölspur K127 zwischen Damscheid und Niederburg“. Auch dieser Einsatz wurde durch die Jugendfeuerwehr fachgerecht abgearbeitet.

Nachdem man sich beim Mittagessen gestärkt hatte und gerade dabei war zur nächsten Übung überzugehen schallte es durch die Lautsprecheranlage: „Achtung! Einsatz für die Feuerwehr UND, es rücken aus: Florian Oberwesel 19, Florian Damscheid 47, Florian Niederburg 48 und Florian Urbar 49. Einsatz in Urbar, Loreleystraße 17/ Kindergarten: Abgestützter Fallschirmspringer“. In Windeseile waren die Jugendlichen umgezogen, hatten das benötigte Material in die Fahrzeuge verladen und waren zum Abrücken bereit. Sowohl auf dem Dach des Kindergartens, als auch aus dem 1. Obergeschoss des Feuerwehrgerätehauses in Urbar, musste jeweils ein schwerverletzter Fallschirmspringer mittels Leiterhebel gerettet werden.

Gegen 17:30 Uhr wurde die Feuerwehr UND dann zum vierten Mal mit dem Einsatzstichwort: „Flächenbrand Jagdhäuser Damscheid“ alarmiert. Auch dieser Einsatz wurde durch die Kinder und Jugendlichen souverän gemeistert.

Als man dann zum Abendessen übergehen wollte, folgte ein weiterer Einsatz, allerdings nicht für die Jugendlichen, sondern ein Ernstfall für die Aktivwehr der Feuerwehren Urbar und Niederburg. Gegen 19:12 Uhr wurde zur Personensuche Ölsbergsteig durch die FEZ-Oberwesel alarmiert. Doch das war nicht schlimm, denn die Damscheider-Betreuer kümmerten sich währenddessen um die Verpflegung der Jugendfeuerwehrkameraden.

Zusammen schaute man sich nach dem Abendessen noch zwei Filme an, ehe um 22:30 Uhr die Bettruhe eingeläutet wurde.

Gegen 08:04 Uhr weckte uns eine Durchsage „Einsatz in Damscheid, Nähe Winzerkeller. Starke Rauchentwicklung mit vermisster Person“. Schnell waren alle Kids wach, umgezogen und bereit zum Abmarsch. Bereits beim Öffnen der Eingangstür kamen uns Rauchwolken entgegen. Hier wurde ein schönes Szenario nachgestellt: Man konnte seine Hand kaum vor dem Gesicht erkennen. Außerdem lagen viele Gegenstände kreuz und quer, was die Suche nach der vermissten Person erheblich erschwerte. Nachdem der Angriffstrupp die vermisste Person gefunden hatte, wurde die Übung abgebrochen und auch die anderen Trupps konnten nacheinander sehen, wie schwierig die Orientierung im verqualmten und dunklen Raum ist.

Nun wollte man eigentlich nur noch aufräumen und die letzten Stunden genießen – doch ein letzter Übungseinsatz musste bewältigt werden: Am Grünschnittplatz zwischen Niederburg und Urbar wurde eine Person unter einem Baum eingeklemmt und musste gerettet und an den Rettungsdienst übergeben werden.

Anschließend stand die Fahrzeugpflege auf dem Dienstplan. Fünf Einsatzfahrzeuge der Verbandsgemeinde St.-Goar-Oberwesel galt es von innen und außen zu reinigen.

So ging ein anstrengender, aber erfolgreicher Berufsfeuerwehrtag zu Ende. „Am coolsten waren die spontanen Einsätze“, war das Fazit eines Jugendlichen. Die Jugendwarte Yannik Muders (Urbar), Jonas Rüdesheim (Niederburg) und Patrick Muders (Damscheid) sprachen noch einen Dank aus: „Ohne die Unterstützung von Betreuer Dominik Muders, Johannes Clemens (Urbar), Thomas Lenz und Niklas Rüdesheim (Niederburg), Sebastian Fuchs, Pascal Boos und Marco Vogel (Damscheid) wäre ein solches Wochenende nicht möglich gewesen. Außerdem war klasse, dass die Nachbarwehren aus Biebernheim und Oberwesel ihre Fahrzeuge zu Verfügung gestellt haben. Danke auch an die Wehrführer und an Wehrleiter Dirk Vogt, der uns im Vorfeld sehr gut unterstützt hat.“

Jugendliche aus Urbar, Niederburg und Damscheid zwischen 10 und 17 Jahren, die Interesse an der Jugendfeuerwehr haben, können sich gerne bei Jugendfeuerwehrwarten Yannik Muders (Urbar), Jonas Rüdesheim (Niederburg) und Patrick Muders (Damscheid) melden.